Text Zoom  plus  minus

Praktikanten aus Japan

dummy.gif v. li.: Mami Busse, Sadanao Koike und Katja Demma’Indo gestalteten den inhaltlichen Teil des Japan-Abends.
Japanabend im MBK
Zum Abschluss des 4-wöchigen Aufenthaltes im Herbst 2010 von Kazumi Matsuda und Sadanao Koike lud der MBK Mitarbeiter und Interessierte zu einem gleichsam kulinarischen und informativen Japan-Abend ein, der mit inhaltlicher Unterstützung durch Katja Demma’Indo stattfand. Nach einem gesunden Essen aus dem Wok, das Jutta Sindt und Annegret Brand gemeinsam zubereitet hatten, berichtete Herr Koike von den Entwicklungen im „Tor zu Hoffnung“. In seinem Lichtbilder gestützten Vortrag bekamen die Zuschauer viele Informationen aus allen Bereichen der christlichen Arbeit. Als Unterstützung übersetzte Mami Busse, 2. Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Bielefeld e.V.

Herr Koike berichtete von seinem Arbeitsalltag. Er ist Mutterersatz für fünf Kinder im Alter von 5-6 Jahren, die in einem kleinen Haus leben. Er bereitet das in Japan übliche herzhafte Frühstück (Misosuppe, Reis, Fisch, eingelegtes Gemüse), weckt die Kinder und hilft nach der Schule bei den Hausaufgaben. Um 21 Uhr gehen die Kinder ins Bett, dann dokumentiert Herr Koike den Tagesablauf.

Im Unterschied zu unserem Kulturkreis werden geistig behinderte Kinder (zu denen in Japan auch das Zappelphilip-Syndrom ADHS gezählt wird) und missbrauchte Kinder gemeinsam betreut, da letztere häufig auch geistige Defizite aufweisen. In Japan gibt es keine Putzkolonnen, auch in öffentlichen Schulen putzten die Schüler selber und sind schichtweise für die Austeilung des Schulessens verantwortlich. Auch Schulen für behinderte Kinder gibt es nicht; es koste viel Mühe, eine öffentliche Schule von der Aufnahme behinderter Kinder zu überzeugen. In Japan wachse der Anteil von missbrauchten Kindern und hilfsbedürftigen Senioren ständig, insgesamt gäbe es zu wenig Mittel. Beeindruckt zeigte sich Herr Koike von der Sonntagsruhe, die es in Japan in dieser Form nicht gebe. Ausführliche Berichte und Interviews zum Japanbesuch enthält auch die Palette Dezember 2010.

(oben rechts): Mami Busse, 2. Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Bielefeld e.V., erklärt das rituelle Neujahrsspiel, bei dem mit verbundenen Augen Gesichter gemalt werden.
(oben links): Auch Irmgard Hartwig, ehemalige Japan-Missionarin, Luise Lange, ehemalige „MBK-Hausmutter“, und Pastorin Lore Rahe hörten interessiert zu, wie Sadanao Koike von seinen persönlichen Erfahrungen berichtete.
 
 
 
zoom.jpg