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Geschichte der MBK-Mission

Gründung
Die MBK-Mission hat ihren Ursprung in der evangelischen Jugendbewegung. 1919 schlossen sich im Sonnenwinkel bei Leipzig die Bibelkreise für Schülerinnen und junge Erwachsene in Ausbildung und Beruf zusammen zum Deutschen Bund der Mädchen-Bibelkreise (MBK). Auf dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs und aus dem Geist des missionarischen Aufbruchs heraus wollten die jungen Frauen Verantwortung für die Not der Welt übernehmen.

Bei der MBK-Bundestagung 1924 in Höxter verpflichten sich Elli Gräfin von Lüttichau und Hildegard Spengler für den Missionsdienst im Inneren Chinas. 1929 eröffneten von Lüttichau und Spengler in der Handelsstadt Hotschuan (Westchina) die erste MBK-Missionsstation. 1931 findet die erste Taufe statt. Mit Johanna Lorch, die auch Krankenschwester und Hebamme ist, kam die diakonische Seite der MBK-Mission zum Tragen. Ihre Arbeit in der Poliklinik (Ambulanz) weckte das Vertrauen in der chinesischen Bevölkerung.

Nationalsozialistische Gewaltherrschaft
1933 erfolgte die Zwangseingliederung des MBK in die Hitlerjugend. Kurz darauf, im Februar 1934, löste sich der MBK offiziell auf, um den Mitgliedern die Zwangseingliederung zu ersparen. Die Arbeit in den Kirchengemeinden und der Missionsauftrag wurde inoffiziell weiter geführt. Die Zentrale wurde nach Bad Salzuflen verlegt. Das MBK ordnete sich der „Bekennenden Kirche“ zu. 1938 gründete sich die „Hotschuan-Mission“ um finanziell und organisatorisch von den Machthabern unabhängig zu sein.

Nachkriegszeit
1946 gründete sich die „Arbeitsgemeinschaft für evangelische Frauen- und Mädchen-Bibel-Kreise (MBK)“ mit dem Entschluss, Mitgliedschaft und Tracht nicht wieder einzuführen. 1950/51 wurde das MBK-Haus in der Hermann-Löns-Straße 14 gebaut; gleichzeitig wurden Missionare von der chinesischen kommunistischen Regierung ausgewiesen. 1952 begann die missionarisch-diakonische Arbeit in Japan, zunächst mit Prostituierten („German Midnight Mission“). Später wurden in Japan das Diakoniewerk in Futtsu (1979), das Frauenhaus (1982) und die Telefonseelsorge (1971) unterstützt. Das 1960 als Tagungshaus ausgebaute MBK-Haus bot theologische Kurse und Fortbildungen für Haupt- und Ehrenamtliche. Das Seminar wurde 1965 kirchlich anerkannte Ausbildungsstätte für Gemeindehelferinnen. 1962 reist die erste MBK-Missionarin nach Hong Kong aus. In Bad Salzuflen finden Bibeltagungen und Arbeit mit berufstätigen Frauen statt. 1980 wird der Berghof als Jugendfreizeitheim angepachtet für ökologische koedukative Jugendarbeit.

Umbrüche im neuen Jahrtausend
2002 muss das Seminar für evangelischen Gemeindedienst (ehemals Bibelschule) geschlossen werden; es gründet sich die MBK-Stiftung zur nachhaltigen finanziellen Sicherung der Arbeit des MBKs. 2004 beginnen die Konfirmandenwochenenden als Dienstleistung für Gemeinden. Pastorin Lore Rahe (2006) und Jugendreferent Peter Hebeisen (2009) werden in den Vorstand berufen. Die Missionarinnen Dorothea (Dorle) Flake und Gudrun Scheer arbeiteten bis 2008 in Asien. Flake war zusammen mit einer Mitarbeiterin der Chinese Rhenish Church (CRC) 19 Jahre am Aufbau einer neuen Gemeinde in der Satellitenstadt Tin Shui Wai (Hongkong) beteiligt. Scheer arbeitete als Pastorin der japanischen Nishi-Chiba-Gemeinde (unmittelbare Nachbarschaft zu Tokio), und ist jetzt als Referentin für Mission damit beauftragt, die über 100-jährige Gemeinde und andere christlichen Kirchen sowie die gemeindediakonischen Initiative "Sogo Care" weiterhin zu begleiten. Seit 2009 gibt es erste Kurzzeitpraktikantinnen im Kinderheim Kazusa Minato (Japan).

Im Oktober 2010 gibt der MBK das Jugendfreizeitheim Berghof auf und übernimmt das Haus Stapelage von der Lippischen Landeskirche um dort die Jugend- und Konfirmandenfreizeiten weiter anzubieten. Der offizielle Kaufvertrag wird Ende Februar 2011 unterzeichnet. Das Haus Stapelage kann jetzt auch von externen Gruppen angemietet werden. Das Stammhaus in Bad Salzuflen steht zum Verkauf. Die Verwaltung wird Ende April/Anfang Mai 2011 in das Haus Stapelage verlegt. Weitere Angebote wie Sprachfreizeiten, Bibliolog oder „Bible for Beginer“ werden die breite Palette der MBK-Schulungen und –freizeiten ergänzen.

Quellen: Käte Kreling: MBK-Mission 1925-1965*. Eine Chronik, MBK-Verlag, Bad Salzuflen 1965
Doris Oehlenschläger: MBK-Mission 1966-2003*. Eine Chronik, MBK-Verlag, Bad Salzuflen 2003
palette+mission aktuell, August 2009
*Beide Chroniken sind vergriffen. Es steht lediglich eine gescannte Textversion zur Verfügung, für die keine Garantie auf Vollständigkeit übernommen wird.

Alphabetische Liste der MBK-Missionarinnen zum Downloaden

 
 
 
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